Aktuell:
Upload 12.01.2012: Dankbarkeit wissenschaftlich gesehen: Natürlich sind wir früheren Generationen wirtschaftlich weit überlegen. Aber das hat seinen Preis. Und einiges wussten schon unsere Vorfahren offenbar besser oder respektierten es eher: Mangelnde Anerkennung oder wenigstens etwas Dankbarkeit führt über die Schiene Ernüchterung -> Frustration -> Resignation -> nachlassende Motivation -> zu wirtschaftlichen Einbußen (die man sich vermutlich „oben“ nicht mal so recht erklären kann). Was gilt es also zu wissen und vor allem konsequent umzusetzen? Dazu gibt es verschiedene organisations-psychologische sowie -soziologische Modelle, die über die Lebens-Qualitäten und damit Arbeits-Leistungen entscheiden, im Guten wie im Schlechten. Nachfolgend dazu eine kurz gefasste Übersicht zum Thema „Gratifikations-Krisen“ im Arbeitsleben. Oder kurz: Dankbarkeit – wissenschaftlich gesehen.
Upload 29.12.2011: Demenz-Erkrankungen: Wir werden immer älter. Das nehmen wir gerne hin. Nur hat es auch seine Nachteile, sprich alters-typische Einbußen: seelisch, geistig, körperlich und psychosozial. Das sehen wir zwar irgendwie ein, es macht uns aber doch Sorgen, ja Angst. Letzteres vor allem dann, wenn man nur unbestimmte Befürchtungen entwickelt, die durch ein fundiertes Wissen zumindest gemildert werden könnten. Das gilt besonders für die inzwischen allseits diskutierte Demenz, den erworbenen „Alters-Schwachsinn“, insbesondere die Alzheimer-Krankheit, von der man sich viel folgenschweres erzählt, oft auch auf der Grundlage „trauriger Beispiele“ im näheren oder weiteren Umfeld.
Upload 29.12.2011: Wo sterben die Menschen?: Wir müssen alle einmal sterben, aber wann, wie, wo? Das sind bedeutungsvolle Fragen, von denen wann und wie am wenigsten beeinflusst und vorhergesagt werden können. Anders das wo, der Sterbe-Ort – so meint man? In Wirklichkeit ist auch das von vielen Faktoren abhängig, die zuvor schwer festzulegen sind. Vor allem klaffen hier Wunsch und Wirklichkeit auseinander, wie immer wieder beklagt wird. Zuhause, in ihrem vertrauten Umfeld, wollen nachvollziehbarerweise fast alle sterben. Doch für die meisten endet das Leben im Krankenhaus, wahrhaftig kein Ort der Ruhe, Besinnlichkeit, des versöhnlichen Abschlusses, fachlich auch als Institutionalisierung oder Hospitalisierung von Sterben und Tod bezeichnet.
Upload 15.11.2011: Vermeintliche Körperentstellung: Es gibt nicht wenige Menschen, die sich nicht mehr sehen, ja überhaupt nicht mehr ertragen können, nur weil sie eine „unerträgliche körperliche Entstellung“ aufweisen – meinen sie. Alle anderen können das zwar nicht bestätigen, aber die Betroffenen werden einfach nicht mehr glücklich. Lebensqualität und Leistungsfähigkeit sinken, ihr ganzes Denken und Handeln kreist nur noch um die scheinbare Entstellung im Gesicht oder übrigen Körperbereich. Am Schluss hilft nur noch eine plastische Operation. Doch das Leiden geht weiter.
Upload 22.09.2011: Chronisches Erschöpfungs-Syndrom: Energielos, kraftlos, schnell ermüdbar, rasch erschöpfbar, wer kennt sie nicht, diese Klagen, die immer häufiger werden. Das chronische Erschöpfungs-Syndrom hat „Konjunktur“. Es sieht auch nicht so aus, als ob es weniger würde. Die Zahl körperlicher, vor allem aber seelischer und insbesondere psychosozial verursachter Leidenszustände, bei denen eine chronische Erschöpfung droht, nimmt kontinuierlich zu.
Upload 22.09.2011: Betrüger: Es gibt wenig in unserer Zeit und Gesellschaft, was so empört - aber auch wütend und hilflos zugleich macht. Gemeint sind Betrug, Verführung, Lüge, Manipulation, kurz: Täuschungs-Verbrechen. Und dies auch noch an den Hilfloseren, oft auch Älteren, Alleinstehenden, vom Leben ohnehin Benachteiligten. Deshalb stellt sich oft die Frage: Was sind das für Menschen? Irgendetwas muss doch - neben genetischen, wirtschaftlichen oder sonstigen Einflüssen - diese Persönlichkeits-Entwicklung folgenschwer geprägt haben. Was weiß also die Wissenschaft, vor allem die forensische Psychologie und Psychiatrie dazu zu sagen? Was sind die Motive, Hintergründe, Gelegenheiten, am Schluss aber auch die folgenreichen Fehl-Entscheidungen, vor allem Fehleinschätzungen und damit das juristische Ende einer solchen „Laufbahn“? Und zuletzt: Kann man diese Menschen ändern,
therapeutisch?
Upload 22.09.2011: Psychopathologie 7: In der Psychopathologie, d. h. Psychiatrischen Krankheitslehre 7 geht es um ein häufiges, aber verschämtes Phänomen, nämlich Zwänge. Sie können leichterer Natur und damit durchaus sinnvoll nutzbar sein. Behindernd bis qualvoll wird es bei Zwangsstörungen, sprich Zwangsgedanken, Zwangsimpulsen, Zwangshandlungen und insbesondere Zwangsritualen. Das findet sich bei zwanghaften Persönlichkeitsstörungen jeglichen Alters, schon im Kindes- und Jugendalter. Ein besonderes Problem sind die Zwangsbefürchtungen, Phobien genannt. Sie sind eine uralte Krankheits-Last, bei denen man schon früher bis zu 200 und mehr unterschiedliche Phobie-Arten zu unterscheiden versuchte und mit z. T. spektakulären lateinischen und griechischen Namen versah. Die Zahl der Phobien hat sich nicht verringert, wohl aber ihre klassifikatorische Einteilung, die sich
im Wesentlichen auf einige wenige Ursachen-Gruppierungen zurückführen lassen. Am häufigsten spricht man heute von Agoraphobie, Sozialphobie und spezifischen Phobien.
Upload 08.09.2011: Psychopathologie 1: Seelische Störungen nehmen zu. Dadurch werden auch die psychiatrischen Erkenntnisse immer umfangreicher, was wiederum den Betroffenen zugute kommt. Das aber setzt einen fundierten Wissensstand voraus. Sein Fundament ist die Psychopathologie, die Psychiatrische Krankheitslehre. Deshalb eine entsprechende Informations-Serie zu diesem Thema. Sie beginnt als Psychopathologie 1 mit historischen und allgemeinen Aspekten sowie spezifischen Erläuterungen zu Störungen des Bewusstseins, der Orientierung, des Ich-Bewusstseins und des Zeit-Erlebens.
Upload 19.08.2011: Dauer-Kopfschmerz: Kopfschmerzen – auch wenn es inzwischen eine Volkskrankheit ist, für immer mehr eine herbe Belastung mit vielerlei Konsequenzen im Alltag, für nicht wenige inzwischen eine Qual. Das gilt vor allem für den Dauer-Kopfschmerz, der zwar auch nicht durchgehend zermürbt, aber doch letztlich so oft, dass es einem so vorkommt. Die Folgen sind dann natürlich noch schwerwiegender. Deshalb eine kurzgefasste Übersicht zu dieser spezifischen Krankheit, unterteilt nach chronischer Migräne, ständigem Spannungs-Kopfschmerz, aber auch weiteren möglichen Ursachen eines Dauer-Kopfschmerzes mit Fachbegriffen, die man vielleicht noch nie gehört hat, die es aber ggf. abzuklären und gezielt zu behandeln gilt.
Upload 19.08.2011: Suizidalität bei Schülern: Der Tod durch eigene Hand macht ratlos, der Suizid eines Jugendlichen fassungslos. Die dafür zuständige Wissenschaft, die Suizidologie, bemüht sich deshalb vermehrt um entsprechende Daten, was Häufigkeit, Motive, Hintergründe, konkret: Suizidgedanken, Suizidvorbereitungen und (heimliche) Suizidversuche anbelangt. Die Ergebnisse – international wie national bzw. regional – sind beunruhigend. Um es auf einen kurzen Nenner zu bringen: Pro Schulklasse ist mit vier Schülern zu rechnen, die eine Selbsttötung planen und einen, der es schon versucht hat. Das weibliche Geschlecht überwiegt. Therapeutische Konsequenzen, zumindest aber eine professionelle Beratung scheint die Ausnahme zu sein. Nachfolgend deshalb eine kurze Übersicht zu einem Problem, das uns noch nachhaltig beschäftigen oder treffender: belasten wird.
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Upload 20.07.2011: Querulanten – Teil 2: Querulanten – was sind das für Menschen? Wie hat man sie früher gesehen und wie beurteilt man sie heute? Das wird in Teil 1 dieses Beitrags erläutert. Der 2. Teil beschäftigt sich mit einer konkreten Querulanz-Typologie nach H. Dietrich: Rechts-Querulanten, Karriere-Querulanten, Renten-Querulanten, Ehe-Querulanten, Haft-Querulanten und Kollektiv-Querulanten. Dazu die Frage: Welche Wesensarten und Krankheiten neigen erstaunlich selten zur Querulanz, sind also gleichsam „Nicht-Querulanten“? Schließlich eine kurz gefasste Übersicht zur Ideologie der Querulanz. Und einige Hinweise zu Aspekten, die in dieser Zusammenfassung nicht zu finden sind, wohl aber in dem empfehlenswerten Buch des Experten Professor Dr. H. Dietrich zu psychopathologischen, psychodynamischen, sozialpsychiatrischen, forensischen und juristischen Überlegungen.
Ein schwieriges Phänomen, lästig für das betroffene Umfeld, oft aber auch eine menschliche Tragödie für die „Verursacher“. Deren Wünschen, Hoffnungen, Ängsten, Vorwürfen und Attacken mit etwas mehr Verständnis beizukommen und vielleicht doch noch eine Lösung auf halbem Weg zu finden, was für alle zumindest „nerven-schonend“ wäre, würde gerne die Aufgabe dieser kleinen Serie mit dem vorliegenden Teil 2 sein.
Upload 07.07.2011: Antisoziale Persönlichkeitsstörung – wissenschaftlich gesehen: Persönlichkeitsstörung, früher Psychopathien, Soziopathien, Charakter-Neurosen u. ä. genannt, beschäftigen die Gesellschaft im Allgemeinen und die Psychiater, Psychologen, Soziologen, Kriminologen usw. seit langem. Das allgemeine Urteil ist einhellig, was bei der Wesensart, die man diesen Menschen vorwirft, nicht verwundert: lügen, betrügen, täuschen, manipulieren, simulieren, abgebrüht und zynisch, kein Mitgefühl, kein Schuldgefühl, verantwortungslos, unfähig zu zwischenmenschlicher Zuneigung, die Rechte anderer missachtend, vor allem aber reizbar, aggressiv und gewalttätig. Da bleiben keine Fragen offen, da ist die Meinung einhellig.
Upload 08.06.2011: Gehirntumor und seelische Folgen: Gehirntumore sind so alt wie die Menschheit. Doch als Diagnose, es reicht schon der Verdacht, wirken sie geradezu vernichtend auf den Betroffenen. Jeder kennt solche Situationen aus seinem Umfeld. Und jeder denkt das Gleiche: „hoffentlich nicht zu spät“.
Doch das genau ist der Punkt, der die Entscheidung bringt: gerettet oder verloren. Was also kann man tun, um rechtzeitig auf ein solches Schicksal aufmerksam zu werden? Die Antwort ist einfach und schwer zu gleich: Es ist das dafür notwendige Wissen, der entsprechende Kenntnisstand, das Aufmerksam-werden – und dann auch konsequent handeln. Sprich: den Arztbesuch, den man natürlich mehr fürchtet denn als hilfreiche Klärungs-Möglichkeit empfindet, besonders in unserer hoch-technisierten Welt mit Möglichkeiten, von denen unsere Vorfahren nicht zu träumen wagten.
Upload 30.05.2011: Konfabulationen: Konfabulationen, was ist das? Zuerst einmal ein schwieriger Begriff. Selbst im ärztlichen Alltag nicht oft in Gebrauch. Mitunter in den Medien verwendet, dann allerdings ausdrücklich negativ von „Gedächtnisfehlern“ bis hin zum (un-) bewussten Lügen. Was aber liegt hier wirklich vor? Letztlich ist es ein Krankheitszeichen und damit Ausdruck gesundheitlicher Not, Hilflosigkeit, vielleicht sogar Wahn, nicht zuletzt durch die drohende psychosoziale Ausgrenzung. Leider ist sich die Wissenschaft hier noch nicht in allen Punkten einig, vor allem was Ursachen und neuro-psychologische Hintergründe anbelangt (geschädigte Gehirnfunktion). Nachfolgend deshalb eine Übersicht, die durch die Komplexität des Phänomens trotz aller Bemühungen um eine allgemein-verständliche Darstellung recht fachlich ausfällt. Man sieht: Je höher die geistige
Leistungsfähigkeit des menschlichen Gehirns, desto schwerer wird es, die Ursachen der Störungen zu erforschen – und zu erläutern.
Upload 19.05.2011: Gehörlosigkeit und psychosoziale Folgen: Gehörlosigkeit und psychosoziale Folgen – eine unendliche, und vor allem leidvolle Geschichte. Dies vor allem früher. Heute beginnt sich die schicksalhafte Not von rund 80.000 Gehörlosen und stark hörbehinderten Menschen sowie knapp 200.000 Schwerhörigen mit einem Behinderungsgrad von mindestens 50% in Deutschland etwas zu verbessern. Nachfolgend deshalb eine kurz gefasste Übersicht zu Begriff, Definition, zu psychosozialen Folgen im Alltag, d. h. Herkunft-Familie, Schule, Ausbildung, Nachbarschaft, Partnerschaft, Beruf u. a. Dazu die häufigsten Ursachen von Hörbehinderung, die am ehesten auffallenden psychischen Störungen bei Gehörlosen (z. B. zum Unterschied von Hörenden) sowie die Möglichkeiten (aber auch Grenzen) unter den heutigen Bedingungen.
Upload 19.04.2011: Zur Psychotherapie der Demenz: Psychotherapie im höheren Lebensalter – eine (noch immer) ungewöhnliche und damit seltene Behandlungs-Strategie. Und dies, obgleich sie immer häufiger wünschenswert und durchaus effektiv ist (Stichworte: gestiegene Lebenserwartung, spezifische Probleme im höheren Lebensalter u. a.). Noch gewöhnungsbedürftiger, ja irritierender: Psychotherapie bei Demenz. Gibt es da überhaupt ernst zu nehmende und vor allem erfolgreiche Behandlungsverfahren, denen man eine Chance zur Realisierung im Alltag einräumen könnte?
Upload 19.04.2011: Tierquälerei: Es gibt wenige menschliche Entgleisungen, die ein so einhelliges Urteil auslösen, wie die Tierquälerei. Jeder, der davon hört, ist ratlos oder empört und kann sich gar nicht vorstellen, wie man sich zu einer solchen Tat hinreißen lassen konnte. Und vor allem wie ein solcher Mensch charakterlich strukturiert ist. Das heißt, man kann es sich schon denken, nur die konkreten Hintergründe, Ursachen und Motive liegen einem fern. Hier kann die Wissenschaft weiterhelfen, vor allem die forensische Psychiatrie. Sie hat auch das untersucht, unterscheidet sehr wohl zwischen „normaler“ Tierquälerei (denn auch das gibt es, und zwar unter bestimmten Bedingungen gar nicht so selten), krankhafter Tierquälerei und delinquenter Tierquälerei sowie passive und aktive Tierquälerei. Das hört sich zum Teil ungewöhnlich an, kann aber durchaus nachvollziehbar
belegt werden.
Upload 18.03.2011: Der „ideale“ Arzt: Wenn etwas „ideal“ sein soll, dann stößt es oftmals rasch an seine Grenzen. Das gilt für alle Bereiche. Am meisten aber wohl für den „idealen“ Arzt. Der ergibt sich nebenbei weniger aus seinem Fachwissen, mehr aus der individuellen Arzt-Patient-Beziehung. Und die wird ja von zwei Seiten bestimmt und geht – situations- bzw. krankheits-bedingt – auch weit über das hinaus, was ein „idealer“ Arzt in den Augen der Allgemeinheit zu bieten habe. Es gibt also die generelle Perspektive und die der Patienten. Und bei Letzteren noch einmal unterschieden nach körperlichen Krankheiten und seelischen Störungen. Und hier sicher noch einmal zu differenzieren in das ambulante Verhältnis in Praxis oder Poliklinik und den stationären Bereich in einem Krankenhaus. Man sieht, der Wunsch-Katalog wirft mehr Fragen auf, als man erst einmal ahnt.
Upload 24.02.2011: Was macht ein Psychiater, was macht ein Psychotherapeut?: Was macht eigentlich ein Psychiater? Oder noch detaillierter: was sind eigentlich Psychiater bezüglich Aus- und Weiterbildung, Spezialisierung, Tätigkeitsbereich u. a.? D. h. wen behandeln Psychiater? Und vor allem wie? Wie ist das Ansehen dieser Berufsgruppe? Kurz: Was weiß die Allgemeinheit über den Seelenarzt, wie er früher genannt wurde und den Psychiater heute?
Und das gleiche für Psychotherapeuten: Wer kann Psychotherapeut werden, was braucht es für eine Ausbildung, welche Störungen behandelt ein Psychotherapeut? Und wie? Und vor allem: Wo liegt der Unterschied zwischen Psychiater und Psychotherapeut?
Upload 23.02.2011: Querulanten – Teil 1: Querulanten – was sind das für Menschen? Wie hat man sie früher gesehen und wie beurteilt man sie heute? Gibt es auch „normale Querulanten“, die den Behörden und Gerichten zur endlosen Last werden („Quengler-Listen“)? Und wenn sich dahinter eine Krankheit verbirgt, was wird dabei diskutiert (Psychopathie, Persönlichkeitsstörung, Charakter-Neurose, Hysterie, Zwangsstörung, Wahn u. ä.)? Gibt es tatsächlich unterschiedliche Querulanten-Typen, aufgeteilt in Rechts-, Karriere-, Renten-, Ehe-, Haft-, Kollektiv-Querulanten u. ä.? Und weiter: Gibt es erbliche, psychologische, soziologische und psychiatrische Theorien zur Querulanz? Dazu eine kleine Übersichts-Reihe, beginnend mit Teil 1: Historische Aspekte der Querulanz von einst bis heute.
Upload 28.01.2011: Aggression und Gewalt aus psychiatrischer Sicht: Aggressionen werden zum wachsenden Problem in unserer Zeit und Gesellschaft. Dabei kommt im Meinungsbild der Allgemeinheit den Bedrohungen und Gewalttaten durch psychisch Kranke eine besondere Bedeutung zu. Dies ist zwar eine Verzerrung der Realität. Trotzdem sollte man sich immer wieder die Fragen stellen: Wie äußern sich Gewalttaten bei psychischen Störungen, durch wen sind sie zu erwarten und vor allem: auf was muss man achten und was kann man dagegen tun?
Upload 12.01.2011: Hysterie
: Hysterie – kaum ein Begriff aus dem Gebiet der Psychiatrie und Medizinischen Psychologie löst so viele unterschiedliche Ansichten, kontroverse Diskussionen und auch falsche Vorstellungen aus wie dieser. Doch Menschen mit einer hysterischen Persönlichkeitsstruktur wirken zwar auf den ersten Blick weniger leidend, mehr aufsehen-erregend, doch wohl fühlen sie sich nicht, im Gegenteil.
Upload 12.01.2011: Doppel-Suizid
: Der Suizid erschüttert. Der erweiterte oder Doppel-Suizid macht fassungslos. Hier sind zwei Menschen in den gemeinsamen freiwilligen Tod gegangen. Was waren die Ursachen, Motive, Auslöser? Wer tötete zuerst und anschließend sich selber? Wie ist das Geschlechts- und Alters-Verhältnis sowie die psychosoziale Bindung. Eheleute, Partner, vielleicht sogar Vater bzw. Mutter und Kind(er)? Vor allem: Wie häufig sind erweiterte Suizid-Handlungen und was weiß man über mehr oder weniger charakteristische Merkmale?
Upload 16.12.2010: Der schwierige Patient - Teil 3: Das Arzt-Patient-Verhältnis ist ein persönliches Verhältnis. So persönlich, wie kaum ein anderes zwischen einem Menschen in Not und einem ja erst einmal relativ fremden Helfer. Hier kann es deshalb auch zu vielerlei Problemen kommen – auf beiden Seiten. Auf der einen aus der (Krankheits-)Not geborene Wünsche, Bedürfnisse und Erwartungen, aber auch Befürchtungen, Sorgen, Ängste, mit allen Konsequenzen. Auf der anderen Zeitnot, Hektik, Personal-Knappheit, Leistungs-Verdichtung, bürokratische Dokumentations-Vorgaben, Budgetierung, Regress-Drohungen u. a. Und das bei ggf. 50 bis 100 Patienten pro Tag mit entsprechender Hektik, Überlastung und Demotivation.
Upload 02.12.2010: Hysterie – Zur Geschichte von Begriff und Krankheitsbild: Hysterie – wer kennt ihn nicht, diesen Begriff. Und wer meint es nicht zu kennen, dieses dann in der Regel auffällige Leidensbild, das vor allem von der Aufmerksamkeit des Umfelds getragen wird. War das immer so, und wenn ja, in welcher Form und mit welchen Konsequenzen?
Upload 07.10.2010: Haschisch: Haschisch – „Schnee von gestern, der keinen Jugendlichen mehr hinter dem Ofen hervorlockt“ (Zitat)? In der Tat: Eine der ältesten und die wohl am besten bekannte Rauschdroge. Ist aber auch alles, was in diesem Fall möglich ist, wirklich bekannt, nüchtern registriert, realistisch eingeschätzt, auf alle Konsequenzen hin akzeptiert? Da könnten manche Zweifel aufkommen, wenn man immer wieder von seelischen, körperlichen und psychosozialen Konsequenzen hört, die eigentlich jedem bekannt sein sollten. Eigentlich.
Upload 09.09.2010: Multiple Sklerose (MS) und psychosoziale Folgen: Multiple Sklerose (MS) – ein neurologischer Fachbegriff, mit dem man im Allgemeinen nicht allzu viele konkrete Erkenntnisse zu verbinden weiß. Aber beunruhigend ist dieses Leiden ganz offensichtlich. Auf jeden Fall eine Krankheit, die das Zentrale Nervensystem angreift und zu schwer durchschaubaren, manchmal sogar noch wechselnden Krankheitszeichen führt, bis hin zu vielfältiger Behinderung oder gar frühzeitigem Tod.
Upload 23.08.2010: Körper-Integritäts-Identitäts-Störung: Jeder Mensch ist froh, wenn er noch alle gesunden Glieder hat. Doch es gibt eine unfassbare, bizarre Ausnahme: die Körper-Integritäts-Identitäts-Störung, oder kurz: ein sehnlicher Amputations-Wunsch. Was für die meisten eine extrem beeinträchtigende Erkrankungs- oder Unfallfolge wäre, stellt sich für diese Menschen als große Erfüllung und erhoffte Erleichterung dar. Um was handelt es sich bei dieser psychischen Störung, wer und wie viel sind betroffen, was sind die Ursachen und Verstärker, was fällt persönlichkeitsspezifisch auf (oder nicht), wie versuchen sich die Betroffenen zu „behelfen“ (um phantasierte Amputations-Folgen zu simulieren) - und was kann man dagegen tun, falls überhaupt?
Upload 22.07.2010: Vorgetäuschte Gesundheitsstörungen: Es gibt Menschen, die sich gesundheitlich selber schädigen, indem sie Krankheitszeichen vortäuschen, verstärken oder künstlich hervorrufen. Damit wollen sie eine Patientenrolle erzwingen und sich in Krankenhäusern behandeln lassen, selbst um den Preis zahlreicher medizinischer Eingriffe einschließlich Operationen. So etwas nannte man früher ein Münchhausen-Syndrom und heute eine artifizielle Störung, selbstmanipulierte Krankheit oder vorgetäuschte Störung. Dies hat jedoch nichts mit Simulation oder bewusstem Betrug zu tun. Patienten mit selbstschädigendem Verhalten sind psychisch krank, auch wenn sie das selber nie so akzeptieren würden.
Upload 14.07.2010: Medikamenten-Abhängigkeit (Großkapitel): Medikamenten-Abhängigkeit - die stille, heimliche, vornehme, weiße, weibliche oder rezeptierte Suchtform, früher auch Oberschicht- und Privatkassen-, heute eher Privatrezept-Syndrom genannt. Was ist halbwegs belegt, außer Vermutungen, Hypothesen, Unterstellungen, Schätzdaten, Hochrechnungen und Schuld-Zuweisungen? Was weiß man letztlich über Häufigkeit, Geschlecht, Alter, Zivilstand, Beruf, vor allem aber Motive, psychosoziale Hintergründe und insbesondere schicksalhafte oder selbstverschuldete Ursachen? Und nicht zuletzt: Welche Arzneimittel haben welche Folgen?
Upload 08.06.2010: Arzt-Patient-Kontakt und Geschlecht: Gesundheit ist das höchste Gut. Das geht aus allen Befragungen hervor. Wer hier Probleme hat, geht zum Arzt. Dort will er seine Bedenken und Beschwerden vorbringen und hofft auf Rat, Zuspruch, diagnostische Abklärung und therapeutische Empfehlungen. Da kann man sich gut vorstellen, wie wichtig schon die Gesprächs-Atmosphäre ist. Was aber, wenn es hier Probleme gibt; z.B. durch unterschiedliches Alter oder Geschlecht. Und woran erkennt man dies?
Upload 25.05.2010: Der schwierige Patient - Teil 2: Schwierig - ein problematisches Wort. Wer möchte schon als schwieriger Mensch eingestuft werden, noch weniger als schwieriger Patient in seiner gesundheitlichen Not. Und doch tun das die Ärzte, aber auch die anderen helfenden Berufe. Was stimmt hier nicht, was sollte man deshalb wissen - und vor allem akzeptieren lernen. Und zwar aus der jeweiligen Sicht, d. h. Therapeut und Patient.
Upload 25.05.2010: Der schwierige Patient - Teil 1: Schwierig, ein schwieriger Begriff mit vielen Facetten. Dabei kennt jeder schwierige Situationen und sogar schwierige Menschen. Aber was ist beispielsweise ein schwieriger Patient, und das noch aus psychiatrischer Sicht? Darüber diskutieren sogar die Experten - und zwar kontrovers. Nachfolgend deshalb eine Kurzfassung zum Thema schwierig, was heißt das, etymologisch, im allgemeinen Verständnis, als wissenschaftliche Definition, in Bezug auf den schwierigen Patienten aus psychiatrischer Sicht (einschließlich historischer Entwicklung) usf.
Upload 07.04.2010: Chronische Schmerzen ohne organische Ursache: Es gibt wohl kein Phänomen, das so bekannt ist wie der Schmerz. Kein Mensch dürfte von sich behaupten, er habe noch nie Schmerzen gehabt. Die meisten wissen auch wo, woher, weshalb und wie.
Was aber, wenn der zuständige Facharzt untersucht - und nichts findet, was das jeweilige Schmerzbild erklären könnte, wenigstens aus seiner Sicht. Und wenn sich das Gleiche in weiteren fachärztlichen Untersuchungen wiederholt? Und dies, obgleich die Schmerzen schon seit langem bestehen und nicht nur Lebensqualität, sondern auch die Leistung, am Schluss sogar den Lebenswillen zu untergraben drohen (Suizidgefahr)?
Upload 25.03.2010: Gehirn-Doping: Gehirn-Doping, Neuro-Enhancement u. a. - als Begriffe für die meisten wohl eher neu. Als "Geheim-Waffe", die jedoch nie geheim war und inzwischen auch immer breitere Kreise erfasst, zunehmend aktuell. Was sind die Gründe: seelisch, körperlich, psychosozial? Insbesondere was den wachsenden Berufsstress mit dem Bedürfnis, ja dem Zwang nach mentaler Leistungssteigerung anbelangt: von der Selbst-Optimierung über die Selbst-Ausbeutung der Produktiv-Kraft Mensch unter dem ständigen Zwang einer medikamentösen Nachbesserung bis zur selbst-zerstörerischen Leistungs-Optimierung.
Upload 22.03.2010: Amok an Schulen (Schoolshooting): Amok: ein Schreckens-Wort und schließlich unfassbare Tat. Noch schlimmer im Meinungsbild der Allgemeinheit: Amok an Schulen (Schoolshooting), von jungen Menschen gegen Erwachsene und Gleichaltrige. Manchmal gnadenlos wer gerade über den Weg läuft, immer häufiger offenbar auch gezielt. Genaue Erkenntnisse aber sind nur schwer zu bekommen. Meist findet der Täter selber den Tod. Nachträglich wird aber manches deutlicher ? wenn auch zu spät.
Upload 22.03.2010: Party-Drogen: Die Welt ist in ständigem Wandel begriffen, auch die Welt der Drogen. Was gestern noch unfassbar oder gar unbekannt war, kann heute Mode werden, und zwar nicht nur chemisch, sondern auch kulturell, gesellschaftlich, psychosozial. Und natürlich was Konsum, Freizeit, Sozialkontakte, zwischenmenschliche Beziehungen, was Elternhaus, Schule, Ausbildung, Beruf und Partnerschaft anbelangt. Hier bekommen natürlich auch die Genussmittel Alkohol und Nikotin, inzwischen sogar bestimmte Medikamente (Aktivierung bis hin zum Doping, inzwischen auch Gehirn-Doping) - und natürlich Rauschdrogen ihre zeit- und gesellschafts-gebundene Position zugewiesen.
Upload 19.02.2010: Sehbehinderung und Blindheit: Blindheit gehört zu den härtesten Schicksalsschlägen, denn das Sehen ist unser wichtigster Sinn. Doch allein in Deutschland schätzt man rund eine Million seh-behinderter Mitbürger und über 160.000 blinde Menschen. Dabei unterscheidet man in Blind-Geborene, Früh-Erblindete und Spät-Erblindete sowie Altersblinde. Und hier wieder ob Voll-Blindheit besteht oder noch ein Seh-Rest vorhanden ist.
Upload 09.02.2010: Depersonalisation und Derealisation: Depersonalisation und Derealisation: zwei seelische Störungen mit nachhaltigen psychosozialen Konsequenzen, die entweder für sich allein oder zusammen mit anderen psychischen Krankheitsbildern vorkommen - nicht selten, aber selten erkannt und behandelt. So jedenfalls die Meinung der Fachleute selber. Dabei ist das Leidensbild ungewöhnlich und belastend, wie vor allem die früheren Fachbegriffe bestätigen: Störung des Ich-Bewusstseins, Entfremdungs-Erlebnisse, Unwirklichkeits-Gefühl, Verlust der natürlichen Selbstverständlichkeit u. a.
Upload 02.02.2010: Wahn:Der Wahn ist das wahrscheinlich vielschichtigste und beunruhigendste Phänomen im Rahmen der psychiatrischen Krankheitslehre und damit aller seelischen Störungen, die wir kennen. Zahlenmäßig ist der Wahn zwar kein vorrangiges Thema, gehört aber zum schwierigsten, was das Umfeld im Allgemeinen und der Arzt in Diagnose und Therapie im Speziellen zu (er-)tragen haben. Auch ist er keinesfalls auf schizophrene Psychosen beschränkt, wie man sich das wohl am ehesten vorstellt, sondern kann ein breites Spektrum seelischer, psychosozialer, ja körperlicher Beeinträchtigung abdecken, wobei nicht zuletzt das höhere Lebensalter und Intoxikations-(Vergiftungs-)Bilder immer mehr in das Blickfeld rücken. Deshalb wird man sich wohl in Zukunft verstärkt mit diesem Thema beschäftigen müssen.
Upload 07.12.2009: Trichotillomanie (Krankhaftes Haare-Ausreißen): Kann sich ein vernünftiger Mensch seine eigenen Haare ausreißen, bis die kahlen Stellen bluten? Die Antwort in der Allgemeinheit dürfte einheitlich sein. Und doch ist dieses Phänomen nicht so selten, heißt wissenschaftlich Trichotillomanie = krankhaftes Haare-Ausreißen und weist bestimmte Charakteristika auf, was Geschlecht, Alter, innerseelische und äußere Auslöse-Faktoren, psychosoziale Bedingungen nach Tätigkeit, Ort, Zeit und soziales Umfeld anbelangt. Was muss man also wissen, was Häufigkeit, Dauer und Menge der ausgerissenen Haare, den bevorzugten Haar-Typ, der Art der Ausreiß-Bewegung anbelangt, wie stimulierende oder auch ausreiß-bremsende Verhaltensweisen einzuschätzen sind, ob es schon zu Ritualisierung und Automatisierung gekommen ist und welche Ursachen und Motive auf körperlicher,
seelischer und psychosozialer Ebene eine Rolle spielen.
Upload 03.12.2009: Paranoide (wahnhafte) Persönlichkeitsstörung: Zwei psychiatrische Phänomene irritieren wohl am meisten: zum einen der Wahn, zum anderen die Psychopathien, heute Persönlichkeitsstörungen genannt. Besonders problematisch wird es offenbar dann, wenn beides zusammenfällt, also eine paranoide (wahnhafte) Persönlichkeitsstörung: tiefgreifendes und vor allem nicht gerechtfertigtes Misstrauen sowie Argwohn gegenüber anderen Menschen. Deren Motive werden grundsätzlich als böswillig ausgelegt. Deshalb fühlen sich solche Kranken ständigen, vielfältigen und unfairen Angriffen ausgesetzt, was ihre Person, ihr Ansehen, ihre moralische Integrität, ihre Leistungsfähigkeit, ihren guten Willen u.a.m. anbelangt. Die partnerschaftlichen, familiären, beruflichen, nachbarschaftlichen, ja wirtschaftlichen und juristischen Folgen kann man sich denken.
Was spielt sich hier ab: seelisch, geistig, psychosozial?
Upload 11.09.2009: Kleptomanie (Pathologisches Stehlen): Kleptomanie - pathologisches Stehlen, was ist das? Nach einer langen wissenschaftlichen Vorgeschichte, in der eigentlich schon vor zwei Jahrhunderten das meiste gesagt worden ist, gilt es jetzt als Störung der Impulskontrolle wie krankhaftes Feuerlegen, pathologisches Spielen u. a. Welches sind die diagnostischen Kriterien und handelt es sich wirklich um eine eigenständige Krankheit? Und wie kommt Kleptomanie vor, wie verläuft sie, welches sind die Ursachen und Hintergründe? Dazu gibt es eine inzwischen umfangreiche Literatur, die zum einen interessante Aspekte zur Diskussion stellt, zum anderen aber auch mitunter sonderbare Überlegungen enthält.
Upload 29.07.2009: Posttraumatische Belastungsstörungen wissenschaftlich gesehen: Posttraumatische Belastungsstörungen, d. h. eine seelische Verwundung nach Extrembelastung sind so alt wie die Menschheit. Früher wurden sie jedoch nicht akzeptiert, ja als Schwäche lächerlich gemacht oder als Simulation verdächtigt. Heute weiß man, dass sie nicht nur ein seelisches oder psychosoziales Phänomen sind, sondern mit biologischen Veränderungen von Gehirn-Struktur und -Funktion einhergehen.
Upload 17.07.2009: Psychoonkologie: Krebs - ein Schreckens-Wort für die, die gesund bleiben durften - und ein ggf. folgenschweres Schicksal für die Opfer. Darüber muss nicht weiter diskutiert werden. Doch unabhängig von seinen bisweilen gnadenlosen Konsequenzen, von denen praktisch jeder erschütternde Beispiele kennt, gibt es ein Phänomen, das die Betroffenen erheblich belastet - und doch fast unbekannt zu sein scheint. Denn dem Krebs haftet in der Tat etwas Unheimliches, ja Böses an. Krebs - so die Experten - heißt nicht nur schwindendes Leistungsvermögen, sondern auch die Gefahr von Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit, ja subjektiv empfundener Wertlosigkeit, Strafe, Schuld oder Sühne bis hin zum Gefühl des Ausgestoßen-Seins; und damit Rückzug und Isolation. Kurz: Krebs nicht nur als organisches, sondern auch seelisches Phänomen mit psychosozialen Folgen.
Upload 09.07.2009: K.-o.-Tropfen: Beim Begriff "K.-o.-Tropfen", also Knock-out-Mittel, um jemand zu Raubzwecken zu betäuben oder für sexuelle Übergriffe willfährig zu machen, da horcht jeder auf. So etwas regt die Phantasie an - aber leider nicht die Vorsicht, vor allem in entsprechenden Kreisen, zu entsprechenden Zeiten in entsprechenden Lokalitäten.
Upload 01.07.2009: Selbstverletzendes Verhalten: Sich selber verletzen durch Schneiden oder Ritzen mit Rasierklingen, Messer, Glasscherben, Scheren; oder Kratzen, Kneifen und Beißen bis das Blut austritt; oder den Kopf gegen die Wand schlagen, vielleicht die eigenen Knochen brechen oder - unfassbar - sich ein Auge ausreißen. Was sind das für Menschen? Welches sind die Hintergründe, Ursachen, Belastungen, Ereignisse, die zu solchen Taten treiben?
Dazu gibt es eine kurz gefasste Übersicht in dieser Serie und nachfolgend ein ausführlicheres Kapitel mit den Schwerpunkten: historische, rituelle, religiöse, spirituelle Ursachen, ja Selbstverletzung für Gesundheit und Heilung u. a. Danach Selbstverletzung aus heutiger Sicht, insbesondere was Begriff, Definition und Klassifikations-Vorschläge, Häufigkeit und Verlauf anbelangt. Wichtig: Risikofaktoren zum selbstverletzendem Verhalten: emotional, psychosozial, posttraumatisch, psychiatrisch, kriminell usw.
Upload 20.05.2009: Epilepsie und weibliches Geschlecht : Epileptische Anfälle lösen im Umfeld der Betroffenen mehr Irritationen aus, als die meisten seelischen Krankheiten, die ihrerseits zu den sozial belastendsten Leiden gehören. Deshalb hat dieses neurologische Krankheitsbild mit seinen psychosozialen Konsequenzen zwar eine Reihe berühmter Betroffener, aber auch viele Patienten, die durch dieses Beschwerdebild zahlreiche Nachteile zu verkraften haben, vom Selbstwertgefühl bis zu konkreten Einbußen im Alltag. Ein besonderes Problem sind dabei die Sorgen, Kümmernisse und Befürchtungen des weiblichen Geschlechts, was Partnerschaft, Sexualität, Familie, Kinderwunsch und Kinder-Erziehung, konkret vor allem Verhütung, Schwangerschaft und Furcht vor möglichen Fehlbildungen durch antiepileptisch wirksame Medikamente anbelangt. Hier tut Aufklärung Not. Hier
könnte Aufklärung auch vieles zurechtrücken, was tatsächlich Sorgen bereitet ? in der Mehrzahl unbegründet.
Upload 20.05.2009: Arbeitsplatzphobie : Die Angst um den Arbeitsplatz war schon immer ein belastendes Phänomen, derzeit mehr denn je. Doch es gibt auch andere Arbeitsplatz-Ängste, die auf seelische und psychosoziale Ursachen zurückgehen. Und ähnliche wirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen können bis hin zu Arbeitsunfähigkeit, Arbeitsplatzverlust, ja sogar Erwerbs-Gefährdung und Frühberentung. Das ist weit weniger bekannt, aber nicht selten.
Upload 20.05.2009: Arbeitsplatz und psychische Störung: Der Arbeitsplatz ist in aller Munde, besonders aus politischer und volkswirtschaftlicher Sicht. Dabei geht es nicht nur um die Furcht vor Arbeitsplatz-Verlust. Das wird in offiziellen Kreisen noch am ehesten realisiert, eingestanden und diskutiert. Viel häufiger, wenn auch heimlich, verschämt verborgen, sind andere Sorgen, Kümmernisse und Ängste, die um den Arbeitsplatz kreisen - obgleich sie außer den Betroffenen wohl kaum jemand interessieren. Solche Bedrohungs-Faktoren sind die Angst vor Leistungs-Versagen, vor Vorgesetzten, vor Kollegen und der üblichen "Hack-Ordnung", vor sozialen Konflikten und insbesondere Mobbing, vor Unfall-Gefahr und Überfall-Bedrohung usf.
Upload 30.04.2009: Suizidalität aus wissenschaftlicher Sicht : Selbstmord, Freitod, Selbsttötung, Suizid - wie auch immer bezeichnet: Es gibt wahrscheinlich wenige Ereignisse im Leben, die das Umfeld, vor allem die "Zurückgebliebenen" so schockieren, vor ungelöste Fragen stellen, in Schuldgefühle, Trauer oder gar eigene Lebensmüdigkeit zu stürzen vermögen, wie der Tod durch eigene Hand. Welche Erkenntnisse hat die dafür zuständige Wissenschaft, die Suizidologie, in den letzten Jahrzehnten gewinnen können? Und vor allem: Was können, ja müssen wir daraus lernen?
Upload 30.04.2009: Schweißausbrüche aus psychiatrischer Sicht: Wer möchte schon etwas wissen über unangenehmes Schwitzen oder gar heftige Schweißausbrüche - außer die Betroffenen selber? Tatsächlich ist übermäßiges Schwitzen nicht selten. Meist nur durch körperliche Belastung, wobei auch die individuelle Anlage dazu eine Rolle spielt. Dazu kommen psychisch bedingte Schweißausbrüche, vor allem dann, wenn man unter Druck gerät: seelisch, geistig oder psychosozial. Was aber weiß man über Schweißausbrüche durch psychiatrische Krankheiten und ihre medikamentöse Behandlung?
Upload 07.04.2009: Zur Psychohygiene von Humor, Lachen und gehobener Albernheit: Humor, Lachen und gehobene Albernheit - welch schöne, ja trostvolle Worte. Wer möchte sie nicht besitzen, diese segensreichen Eigenschaften. Sind sie denn wirklich so selten, so ungleich verteilt, so wenig verfügbar und damit hilfreich? Nein: Humor, Lachen und gepflegte Albernheit sind weit verbreitet, weiter, als so mancher Pessimist behauptet. Sie sind aber auch vielschichtig, ein Teil unserer Gesellschaft und Kultur - und das in jedem Land, in jedem Volk, ja sogar in jeder Gemeinschaft, Familie und Partnerschaft. Und deshalb beschäftigt sich auch die Wissenschaft immer intensiver damit, vor allem Medizin und Psychologie.
Upload 26.03.2009: Tics: Tics sind störende Muskelzuckungen und auffällige Laut-Äußerungen. In leichterer Form sind sie nicht selten, verschwinden aber mit den Jahren von selber wieder. Am häufigsten sind Gesicht und Kopf betroffen. Beispiele: Blinzeln, Grimassieren, Kopfrucken oder Kopfwerfen, Schulter zucken u. a. als motorische (Bewegungs-)Tics sowie Räuspern, Hüsteln, Schniefen u. a. als vokale (phonische) oder Laut-Tics. In schwereren Fällen finden sich aber auch das peinliche Nachahmen von Bewegungen anderer (Echopraxie), wenn nicht gar obszöne Gesten (Kopropraxie). Im Extremfall selbstverletzendes Verhalten wie ständiges Schlagen gegen die eigene Brust, gegen den Kopf oder andere Körperteile sowie lautes Wiederholen eigener Silben oder Wörter (Palilalie), Nachsprechen von Wörtern anderer (Echolalie) oder obszöne Wörter (Koprolalie). Dann ist die Grenze zum so genannten Tourette-
Syndrom überschritten (siehe den ausführlichen Beitrag zur Serie).
Upload 26.03.2009: Elektrokonvulsionstherapie (EKT): Elektroschock ist keine Therapie?. Wer kennt ihn nicht, diesen aufwühlenden Satz. Und wer wäre nicht dieser Meinung - wenngleich als kritischer Geist mit hinreichender Kenntnis, jedoch einigem Vorbehalt, ja Unbehagen. Kann es sein, dass die Medizin sieben Jahrzehnte eine lediglich schädigende Behandlungsform durchzudrücken versucht, ohne wissenschaftliche Grundlage und vor allem Therapie-Erfolg, gleichsam eine "heimliche Vergewaltigung hilfloser Kranker"?
Upload 26.03.2009: Alzheimer-Krankheit: Es gibt einen medizinischen Fachbegriff, bei dem so mancher in sorgenvolles Grübeln gerät, zumindest ab einem gewissen Alter. Jüngere kann es ebenfalls treffen, besonders wenn sie ein älteres Familienmitglied zu versorgen haben. Gemeint ist die Alzheimer-Krankheit. Der Begriff ist zwar erst ein halbes Jahrhundert alt, die Krankheit allerdings so alt wie die Menschheit (auch wenn man früher bei weitem nicht so alt wurde wie heute). Das zeigt sich schon an den vielen bedeutungs-ähnlichen Begriffen, die dieses Leiden früher charakterisierten, wenngleich damals eher als zahlenmäßig überschaubares Phänomen.
Upload 04.03.2009: Frau und seelische Störung (8) Schwangerschaft, Geburt und seelische Störung: Schwangerschaft und Geburt gehören zu den einprägsamsten Erlebnissen im Leben einer Mutter, aber auch Vater, Geschwister, Angehörige und sogar Freundeskreis u. a. Das gilt für den Fall eines glücklichen Ausgangs - und noch mehr, wenn schicksalhafte Ereignisse drohen. Dazu gehören nicht zuletzt seelische Störungen der Mutter. Dabei können sogar Phänomene belasten, die erst einmal als normal gelten: zwiespältige Gefühle, Ängste und Unsicherheiten, vor allem was Geburts-Ängste und mögliche körperliche Beeinträchtigungen anbelangt, nicht zuletzt als Folge hormoneller Veränderung. In der Tat zermürbend kann das Schwangerschafts-Erbrechen werden und bedrohlich für Mutter und Kind die Präeklampsie, die "Schwangerschaftsvergiftung". Noch einschneidender schließlich Schwangerschaftsabbruch,
Fehlgeburt oder gar Totgeburt.
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